Aber Neuenhaus hält beim 2:5 gut mit

Auf dem Papier hat der SV Eintracht eine Mannschaft stehen, die für die kommende Saison in der Fußball-Oberliga anspruchsvollen und erfolgreichen Fußball verheißt. Auf dem Feld allerdings bleibt Trainer Shefqet Lajci noch einiges an Arbeit, um eine schlagkräftige Einheit zu formen. Das wurde gestern beim 5:2 (0:1)-Sieg im Testspiel gegen Bezirksligist Borussia Neuenhaus deutlich, in dem mit Steven Sam ein weiterer Zugang debütierte und insgesamt sieben neue Spieler im Dress der Weinroten zum Einsatz kamen.
Ergebnisse in Testspielen sind Nebensache, doch Wolfgang Schmidt hatte guten Grund, sich am Ende übers Resultat zu ärgern. Denn das Team des Neuenhauser Trainers hatte über weite Strecken die zwei Klassen Unterschied vertuscht und war nicht unbedingt drei Tore schlechter gewesen. „Wir haben uns ganz hervorragend verkauft“, bilanzierte Schmidt, dessen Mannschaft durch Tobias Engels (30.) in Führung gegangen war und durch Peter Oldekamp (69.) nach feiner Vorarbeit von Thomas Lamberink und Julian Weelink noch einmal zum 2:2 ausgeglichen hatte.
Lajci war ebenfalls „ganz zufrieden“, auch wenn sein Team erst durch späte Tore der eingewechselten Vagin Der (88.) und Cihan Bolat (90.) zum standesgemäßen Erfolg gekommen war, nachdem zuvor Dennis Thüroff (51.), Bertino Nacar (65.) und Herion Novaku (70.) getroffen hatten. Der Nordhorner Fußballlehrer hat klare Vorstellungen vom Fußball, den seine Mannschaft spielen soll, und sieht sie mit zielgerichteten Neuverpflichtungen auf einem guten Weg. Der Ex-Oldenburger Steven Sam hat für ein Jahr am Heideweg seine Zusage gegeben. Mit ihm auf der rechten Seite und Nacar auf der linken Seite verfügt er über zwei schnelle Spieler auf den Flügeln. Das Herzstück in Lajcis Elf soll ein spielstarkes Mittelfeld bilden, in dem gestern neben den Routiniers Zoran Milosevic und Novaku das talentierte Eigengewächs Thüroff den verletzten Kevin Thiel vertrat, der morgen wegen eines Kieferbruchs operiert und einige Zeit ausfallen wird.
Die Defensive war in der Vergangenheit Lajcis Sorgenkind. Nun steht er vor einem Komplett-Umbau und hofft darauf, dass mit Granit Curri rechts und Mike Bollmann als Partner von Sebastian Terdenge in der Mitte mehr Stabilität Einzug hält. Doch gestern patzte die Abwehr, die durch Maxim Zizer auf der linken Seite komplettiert wurde, für die eventuell noch ein weiterer Zugang dazu kommt, nicht nur beim ersten Gegentreffer. „Das braucht natürlich seine Zeit, bis die Viererkette funktioniert“, sagt Lajci.
Borussia 1. Halbzeit: Reefmann - Blumstein (30. Gysbers), Klinge, Hartmann, Scholten - Gortmann, Czauderna, A. Engels (30. Oldekamp), Kellner - T. Engels, Hillen.
Borussia 2. Halbzeit: Reefmann - Schnieders, Gysbers, Klinge (64. Blumstein), Hartmann, – Oldekamp, Gortmann (70. A. Engels), Lamberink (77. Beckmann), Stuckert - T. Engels, Weelink.
Eintracht: Lange - Curri, Bollmann, Terdenge, Zizer - Milosevic, Thüroff (75. Homann), Novaku - Nacar (80. Bolat), Temelkov (75. Der), Sam (80. D. Lajci).
Tore: 1:0 Tobias Engels (30.), 1:1 Thüroff (51.), 1:2 Nacar (65.), 2:2 Oldekamp (69.), 2:3 Novaku (70.), 2:4 Der (88.), 2:5 Bolat (90.).
(Quelle: Grafschafter Nachrichten)
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