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* 10. Juli 1990 Mittelfeldspieler
Dennis Thüroff, 20 Jahre, schoss für die erste Mannschaft am 17. Oktober 2009 im Spiel bei Preußen
Hameln sein erstes Tor.
(LJ) Das 1:2 in der 89. Minute nach Vorarbeit von Novaku (Endstand 1:3) änderte zwar nichts mehr an der Niederlage, aber einTor in einem der ersten Spiele für die erste Mannschaft, wünscht sich jeder Spieler. Auch sein zweites Tor in einem Meisterschaftsspiel
bei Kickers Emden markierte einen Treffer zum 1:2-Zwischenstand. (Endstand 1:4). Wird sein drittes Tor zu einem Sieg von Eintracht
beitragen?
Doch die Hauptaufgabe des Mittelfeldmannes ist nicht das Toreschießen, sondern das Spiel zu machen. Seit dieser Saison ist Dennis Thüroff bei jedem Spiel dabei, bedingt durch den Ausfall von Kevin Thiel. Abzuwarten bleibt, wie der Trainer Dennis Thüroff berücksichtigen wird,
sobald er wieder auf Thiel, eine der tragenden Säulen des Eintracht-Spiels, zurückgreifen kann.
Im Vergleich zu den ersten Spielen gewinnt Thürhoff jetzt wesentlich mehr Zweikämpfe, traut sich mehr zu. Deutlich wurde das z. B. beim
ersten Pflichtspiel der neuen Saison in der ersten Runde des NFVPokals beim VfB Oldenburg.
Thüroff zählte eindeutig zu den stärksten bei Eintracht. Leider ging das Spiel mit 1:3 verloren. „Schade, dass wir ausgeschieden sind.“, kann sich Dennis über seine Leistung im Nachhinein auch nicht so recht freuen.
Angefangen hat Dennis das Fußballspielen beim anderen Verein auf der Blanke, Alemannia. Er schaffte es in die Kreisauswahl.
Sein Talent war bald auch regional gefragt. Er wechselte zum TuS Lingen. Von dort ging es nach einem halben Jahr in die weite Fußballwelt nach Osnabrück. Mit der B-Jugend wurde er als Stammspieler Meister und konnte den Aufstieg in die Bundesliga feiern. In der A-Jugend des VfL ereilte
ihn früh in der Saison ein Bänderriss, eine Zäsur in seiner noch jungen Karriere. Er entschied, sich wieder einem Verein in der Nähe anzuschließen. „Die Fahrten wurden mir zuviel.“, so Thüroff. Nicht zuletzt litt auch die Schule. Die Wahl fiel auf Eintracht. Nachdem er dort die A-Jugend durchlaufen hat, stieß er gleich in den erweiterten Kader der ersten Mannschaft. Spielpraxis im Seniorenbereich sammelte er aber zunächst überwiegend in der zweiten Mannschaft. Mittlerweile hat sich Thüroff in dieerste Wahl gespielt. Neben dem 43jährigen Milosevic zu spielen ist
für ihn etwas besonderes. „Man merkt, dass er Übersicht hat, höher gespielt hat. Er führt mich, das ist positiv.“
Dennis Thüroffs Stärke ist das „Dribbeln“. „Ich liebe das.“ Sein Trainer unterstütze ihn: „Ich soll mir etwas zutrauen, ruhig mal alleine machen, sagt er.“. Die Geschicklichkeit am Ball trainierte er schon als kleiner Junge, ist auf den Schulhof gegangen und wenn die Freunde keine Zeit hatten, hat er für sich selber gespielt und den Ball hochgehalten. Ein anderer Treffpunkt war ein Rasenstück,auf dem Stromkasten und Baum bzw. Busch die Pfosten markierten.
Die Eltern unterstützten das Fußballspielen, waren froh, dass der Junge sich in seiner Freizeit bewegte.
Mittlerweile ist auch der Niedersächsische Fußballverband aufmerksam geworden. Neben anderen Grafschafter Talenten (z. B. Sebastian Schmagt vom FC Schüttorf 09) hat Dennis eine Einladung zu einem Sichtungslehrgang erhalten. Es winkt die Teilnahme am DFB-U-21- Länderpokal am 24. Oktober.
Thüroff nimmt das Training in der ersten Mannschaft ernst. „Man muss sich beweisen, wenn man spielen will. Der Konkurrenzkampf ist härter als in der zweiten Mannschaft.“ Ein Hobby von Dennis ist Musik: „Ich mache selber Musik – digital am PC, Black- und House-Music.“ Er ist der jüngste von vier Brüdern. Einer seiner Brüder lebt in Miami. Zweimal hat Dennis ihn schon besucht. Die Besuche in den Staaten haben Eindruck hinterlassen,
diesen Sommer war er wieder da und er schwärmt vom Sonnenuntergang auf Miami.
Neben dem Fußball besucht Dennis gegenwärtig die Kaufmännische Berufsbildende Schule in Nordhorn. Sein Ziel ist zunächst der Realschulabschluss.„Man kann nicht immer dem Traum hinterherlaufen. Ich möchte auch eine Absicherung haben.“ Im nächsten Jahr wird er den
Abschluss in der Tasche haben.Die fußballerische Entwicklung dürfte bis dahin auch weiter vorangeschritten sein. Sein erfahrener Mitspieler Herion Novaku ist sich sicher: „Er wird einmal ein ganz Guter.“
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