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Es bröckelt weiter: Nochmals drei Abgänge beim SVE Drucken E-Mail
Geschrieben von: Rene Schnak   

Lange, Vrielmann und Milosevic verlassen insolventen Nordhorner Fußball-Oberligisten

Die Auflösungserscheinungen beim SV Eintracht nehmen immer schärfere Formen an: Dem Fußball-Oberligisten gehen weitere Spieler verloren, die bislang noch am Heideweg trainierten und eigentlich vor hatten, die Saison beim Nordhorner Klub zu beenden.

Torhüter Andre Lange hat Trainer Shefqet Lajci und Vereins-Chef Gerd Treiber am Dienstag darüber informiert, dass er die Saison nicht zu Ende spielen wird. Für ihn sei die sich abzeichnende sportliche Situation nicht tragbar gewesen, begründet der Keeper seine Entscheidung. Das Besondere: Lange verlässt den Heideweg, ohne einen neuen Verein zu haben. Leicht sei ihm die Entscheidung nicht gefallen, erklärt der 25-Jährige. „Ich habe eine schöne Zeit bei Eintracht gehabt, da hängt man natürlich an dem Verein“, sagt der Torhüter. Er muss bis zum Ende der Wechselperiode am 31. Januar einen anderen Klub finden, wenn er in dieser Saison noch spielen will. Hintergrund: Ein Spieler kann nur dann nach dem Ende der Wechselperiode noch bei einem anderen Verein anheuern, wenn ihm sein bisheriger Klub keine Spielmöglichkeit mehr bieten kann.

Auch Hartmut Vrielmann wird sich definitiv anders orientieren. „Ich habe mich entschieden: Ich werde nicht bleiben“, sagt der 32-Jährige. Er wird wahrscheinlich zu seinem Stammverein ASC Grün-Weiß 49 zurückkehren. „Ja, er will zu uns und ja, wir wollen ihn auch“, bestätigt ASC-Obmann Jan Schüldink. Der Wechsel ist allerdings noch nicht perfekt, gestern Abend stand noch ein Gespräch zwischen Vrielmann und ASC-Trainer Frank Westerink an.

Vrielmann war erst vor dieser Saison vom ASC zum SV Eintracht zurückgekehrt. Dass die Verantwortlichen ihm im Sommer noch die Perspektive Regionalliga aufgezeigt hatten und einen Platz zwischen Rang eins und fünf als Ziel vorgaben, stößt „Hacki“ jetzt übel auf. „Das ärgert mich“, sagt er. Trotzdem hat er lange mit einem Abschied gezögert: „Die Entwicklung tut mir leid für die jungen Spieler im Team, aber ich denke erfolgsorientiert. Eine Rückrunde ohne Wertungen entspricht nicht meinem persönlichen Ehrgeiz.“

Der 19-jährige Abwehrspieler Vanja Milosevic, der seit seinem sechsten Lebensjahr am Heideweg gespielt hat, trainiert seit Dienstag beim Landesligisten SV Bad Bentheim, der von seinem Vater Zoran trainiert wird.

Eintracht-Coach Shefqet Lajci sagt: „Wir hatten sowieso einen kleinen Kader, jetzt sind fast alle weg.“ Am Dienstag waren nach Angaben des Fußball-Lehrers aus seinem bisherigen Kader nur Tobias Stockmann, Baris Yilmaz, Dardan Lajci, Herion Novaku sowie Leo Homann im Training. Die drei A-Jugendspieler, die in der vergangenen Woche an den Übungseinheiten der ersten Mannschaft teilgenommen hatten, seien in dieser Woche nicht mehr da gewesen, berichtet der Eintracht-Trainer.

Der letzte verbliebene Leistungsträger, Eintracht-Kapitän Novaku, will grundsätzlich bleiben und am Ziel festhalten, mehr als 400 Spiele für den Verein vom Heideweg zu machen. Angesichts der Entwicklung gibt er aber zu: „Spaß macht es nicht.“ Der Mittelfeldspieler will abwarten und „sehen, ob wir die nötigen Spieler zusammen bekommen“. Andernfalls müsse auch er sich nach Alternativen umschauen – „Interessenten sind da“.

(Quelle: Grafschafter Nachrichten)



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