Lajci: Haben gezielt verpflichtet – Abwehr soll besser stehen
Neue Liga, neues Team – alte Ausrichtung: Fußball-Oberligist Eintracht Nordhorn will auch in der neuen Saison offensiven Fußball bieten. „Das ist meine Philosophie. Wir können zwei oder drei Tore kassieren, solange wir vier schießen“, sagt Eintracht-Trainer Shefqet Lajci wohl eher bildlich, denn eines der wichtigsten Ziele des Fußball-Lehrers in der neuen Spielzeit ist eine Verbesserung der Abwehrleistung.
In der Defensive der Nordhorner hat sich personell am meisten getan. Mit Granit Curri, Maik Bollmann und Kristian Markaj hat der Oberligist drei gestandene Spieler für die Defensive verpflichtet; im Gegenzug haben aber auch drei Stammspieler den Verein verlassen: Torben Rattelsdorfer, Jakob Bensch und Oliver Peschke. Das Ziel, besser in der Abwehr zu stehen, hält Lajci angesichts der Zugänge für realistisch. Im Angriff müssen die Eintracht-Fußballer mit dem Abgang von Dennis Brode den Verlust des torgefährlichsten Angreifers der vergangenen Jahre verkraften. Außerdem wechselte Nail Kaplan den Verein. Die Lücke schließen soll Steve Sam, der vom VfB Oldenburg an den Heideweg gewechselt ist.
„Wir haben gezielt verpflichtet“, bewertet Eintracht-Trainer Lajci die Personalpolitik vor der neuen Saison und ordnet die weiteren Zugänge eher der Kategorie Perspektivspieler zu, von denen einige die Entwicklung zum Oberliga-Spieler schaffen könnten, so Lajci. „Die jungen Leute müssen Geduld haben“, sagt der Fußball-Lehrer. Die Wunschvorstellung des Coaches sieht vor, sich nach den vielen Turbulenzen in der vergangenen Saison wieder komplett auf den Fußball konzentrieren zu können. „Ich bin froh, endlich mal wieder in Ruhe arbeiten zu können und die Leute im sportlichen Bereich auszubilden“, sagt Lajci. Er betont, dass es unter seiner Leitung keine übermäßig teuren Spieler im Kader geben solle. „Das können wir nicht“, sagt der Eintracht-Trainer.
Der Nordhorner Übungsleiter wird auch in Zukunft von Routinier Zoran Milosevic unterstützt – als Assistent und als Spieler. „Er koordiniert alles, als Passgeber gibt es keinen besseren in der Liga“, sagt Lajci und fügt hinzu: „Dass die Rückwärtsbewegung im Alter von 43 Jahren ein Problem ist, wissen wir natürlich.“ Im Mittelfeld wird dem Coach in den ersten Saisonspielen allerdings durch den verletzungsbedingten Ausfall von Kevin Thiel allerdings einige Erfahrung fehlen.
Die eingleisige Oberliga Niedersachsen schätzt der Nordhorner Trainer nicht viel stärker ein als es die West-Staffel in der vergangenen Saison war. „Die Favoriten bleiben in etwa gleich“, sagt Lajci und meint damit den VfB Oldenburg, BV Cloppenburg und SW Rehden. Außerdem traut er auch seiner Mannschaft einiges zu. Gewohnt selbstbewusst verkündet der Eintracht-Trainer: „Wir wollen oben mitspielen, peilen das erste Viertel an.“ Grundsätzlich ist der Nordhorner Übungsleiter der Ansicht, dass der SV Eintracht in die höchste Amateurliga gehört. Einen Teil zur Weiterentwicklung soll auch Uli Pruisken leisten. Der letztjährige Lohner Trainer, der wie Lajci über eine Fußball-Lehrer-Lizenz verfügt, wurde vom Verein als Sportdirektor vorgestellt.
Mit dem Verlauf der Vorbereitung ist Shefqet Lajci im großen und ganzen zufrieden. Allerdings schränkt er ein: „Es war sehr heiß und damit sehr schwer zu arbeiten.“ Außerdem hätte er sich natürlich gewünscht, dass die ein oder andere Verpflichtung früher unter Dach und Fach gewesen wäre.
(Quelle: Grafschafter Nachrichten)
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