Oberliga-Qualifikation soll in Osnabrück gesichert werden
Die Nordhorner Oberliga-Fußballer brauchen noch einen Zähler, um auch rechnerisch nicht mehr von einem der ersten acht Tabellenplätze verdrängt werden zu können. „Wir wollen es nicht auf das letzte Spiel ankommen lassen“, sagt Eintracht-Trainer Shefqet Lajci vor dem drittletzten Spiel seiner Mannschaft in dieser Saison.
Die Oberliga-Fußballer von Eintracht Nordhorn treten am morgigen Sonntag (15 Uhr) im Spiel beim VfL Osnabrück II zum letzten Mal auswärts an. „Wir brauchen noch einen Punkt“, sagt SVE-Coach Shefqet Lajci, dessen Team mit einem Remis die Oberliga-Qualifikation auch rechnerisch perfekt machen würde. Für Lajci steht fest: „Wir wollen es nicht auf das letzte Spiel ankommen lassen.“ Die Taktik, die sich der Nordhorner Trainer für das Gastspiel auf dem Osnabrücker Klushügel zurecht gelegt hat, beschreibt er so: „Wir werden etwas defensiver agieren.“
achdem Lajci unter der Woche Torben Rattelsdorfer und Nail Kaplan aus dem Kader geworfen hat (die GN berichteten), werden die Nordhorner auch bei der Reserve des Drittliga-Meisters mit einem Rumpfteam antreten. Aus der A-Jugend rückt Stefan Lako nach, der zuletzt wegen eine Sperre pausieren musste. Am Ende des Drahtseilaktes, mit einem kleinen Kader trotz vieler Probleme erfolgreich durch eine Qualifikationssaison zu kommen, blickt der Nordhorner Trainer auch selbstkritisch zurück. „Vielleicht hätte ich früher durchgreifen müssen“, sagt Lajci heute. Er steht zu seiner Entscheidung, Stürmer Kaplan und Verteidiger Rattelsdorfer nicht mehr zu berücksichtigen. „Ich lasse mir nicht auf der Nase rumtanzen“, betont Lajci, dessen Beweggründe kurz so zusammengefasst werden könnten: Der Trainer vermisste die richtige Einstellung. Nail Kaplan ist sich allerdings keiner Schuld bewusst. „Wenn ich krank bin, bin ich krank“, sagt der Angreifer und verweist auf einen Arztbesuch sowie den Versuch, nach fünf Tagen Pause wieder mit dem Training zu beginnen. Auf jeden Fall will er das Gespräch mit dem Trainer suchen. „So will man nicht auseinander gehen“, sagt Kaplan, dessen Mitspieler Torben Rattelsdorfer gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen war.
Mit dem Vorwurf einer mangelnden Einstellung müssen sich Bastian Schulz und Omer Sejkic nicht beschäftigen. Die beiden Akteure reisten am Himmelfahrtstag trotz Krankheit oder Verletzung mit zum Spiel beim SV Bavenstedt. Das Team, das beim Tabellen-14. mit 1:2 unterlag, wird auch morgen in Osnabrück auflaufen. Während die Nordhorner im Kampf um die Oberliga-Qualifikation nur noch theoretisch abgefangen werden können, geht es für die Mannschaft von VfL-Trainer Joe Enochs noch um alles. Der Osnabrücker Rekordspieler auf der Trainerbank hat zuletzt auf Konstanz gesetzt und zumeist dieselbe Formation aufgeboten. Mit Erfolg: Die Zweitvertretung des VfL ist seit zehn Spielen ungeschlagen.
(Quelle : Grafschafter Nachrichten)
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