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Eintracht verliert und Lajci greift durch Drucken E-Mail
Geschrieben von: Rene Schnak   

1:2 beim Tabellen-14. Bavenstedt – Trainer wirft Rattelsdorfer und Kaplan raus

Der Verteidiger und der Stürmer waren für Trainer Sefcet Lajci unter fadenscheinigen Gründen nicht zur Abfahrt erschienen. Der Nordhorner Oberligist machte sich so mit nur 13 Fußballern auf die Reise.

 

Schon zur Halbzeit des Oberligaspiels beim SV Badenstedt war Shefqet Lajci geladen: Nur wenige Minuten redete der Trainer des SV Eintracht seinem Team ins Gewissen, kehrte dann in die mit 100 Zuschauern spärlich besuchte Brunnenkopp-Arena zurück, während die Nordhorner Fußballer in der Kabine blieben. Wer dachte, die Ansprache hätte gefruchtet, weil Kapitän Herion Novaku zehn Minuten nach Wiederanpfiff zur 1:0-Führung der Gäste beim Tabellen-14. traf, sah sich getäuscht. Die gut aufgelegten Bavenstädter kamen durch Treffer von Norman Pütsch (65.) und Christian Schäfer (79.) zu einem verdienten 2:1-Erfolg – und zum ersten Heimsieg seit dem 2:1 über den Tabellenletzten VfL Bückeburg am 1. November 2009.


„Die Bavenstedter haben den Sieg mehr gewollt als wir“, hielt Lajci seinem Team mangelnde Einsatzbereitschaft vor: „Wenn wir nur fünf bis zehn Prozent mehr gegeben hätten“, polterte er, „hätten wir dieses Spiel gewonnen, denn die Chancen dazu hatten wir.“


Doch der Eintracht-Trainer, der sich mit nur 13 Spielern auf den Weg nach Südniedersachsen gemacht und Bastian Schulz und Omer Sejcik als einzige Alternativen auf der Bank hatte, beließ es nicht bei der Kritik an den elf Spielern, die gestern für den Tabellenfünften auf dem Platz standen und die Chance versäumten die Oberliga-Qualifikation endgültig hundertprozentig wasserdicht zu machen. „Torben Rattelsdorfer und Nail Kaplan gehören nicht mehr zum Kader“, teilte Lajci mit und redete sich richtig in Rage. Der Abwehrspieler und der Stürmer waren für ihn unter fadenscheinigen Gründen der Abfahrt ferngeblieben. Dem angeblich verletzten Rattelsdorfer habe er am Mittwochabend noch gesagt, er müsse trotz seiner Rippenblessur mit nach Bavenstedt fahren, auch wenn er nicht spielen müsse. „Ich schäme mich, da mit 13 Mann hinzufahren, habe ich ihm gesagt“, berichtete Lajci. „Und dann bekomme ich morgens um halb acht eine SMS von ihm, dass er Durchfall hat!“ Für Rattelsdorfer wie auch für Kaplan, dessen Wechsel zur kommenden Saison nach Neuenkirchen feststeht, gibt es offenbar kein Zurück: „Ich will sie nicht mehr sehen“, wetterte der Trainer, „sie wollen weg, sie können gehen.“


Das sportliche Ziel sieht Lajci nicht in Gefahr. „Wir sind doch in der Oberliga“, geht er unter Hinweis auf bislang 44 Punkte davon aus, dass der eine fehlende Zähler in den letzten drei Spielen, von denen zwei daheim am Heideweg stattfinden, schon noch herausspringen wird. Mit ein wenig Glück hätte der Punkt auch gestern schon drin gesessen: Doch Dennis Thüroff traf kurz vor Schluss nur die Latte. Doch auf Pech oder Schiedsrichterschelte, weil die beiden Tore des Gegners aus Nordhorner Sicht aus Abseitspositionen gefallen waren, wollte sich Lajci gestern nicht einlassen: „Wir haben zu wenig getan.“

(Quelle : Grafschafter Nachrichten)



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